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Knochen, Gelenke & Schmerzen
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Aktiv gegen Osteoporose

Osteoporose zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Knochen, besonders Frauen sind mit zunehmendem Alter gefährdet. Wir zeigen, was sich hinter dem Leiden verbirgt und wie Sie sich durch eine gesunde Ernährung und Bewegung schützen können.

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose, dem krankhaften Abbau von Knochengewebe. Betroffen sind vor allem ältere Menschen und zu etwa 80 Prozent Frauen. Viele wissen nichts von ihrer Erkrankung, denn Osteoporose verläuft zunächst ohne Symptome. Anhaltende Schmerzen treten oft erst mit den Jahren auf. Nur etwa 20 Prozent der Betroffenen erhalten daher aktuell eine richtige Diagnose und Therapie.

Was genau passiert bei Osteoporose?

Unsere Knochen sind kein starres Gewebe, sondern äußerst lebendig. Ständig werden sie von knochenbildenden und -abbauenden Zellen erneuert und umgebaut. So passen sie sich je nach körperlicher Belastung immer wieder neu ihren Aufgaben an. Ab dem Alter von etwa 30 Jahren verschiebt sich dieses Gleichgewicht und die Aktivität der knochenabbauenden Zellen gewinnt die Oberhand. Durch diesen natürlichen Alterungsprozess verringert sich mehr und mehr die Knochensubstanz. Bei Osteoporose schreitet dieser Schwund deutlich ausgeprägter voran.

Gefährlicher Knochenabbau

Bei einer Osteoporose ist das schwammartige Geflecht aus feinen Knochenbälkchen im Knocheninneren (Spongiosa) stark ausgedünnt. Oft ist außerdem die äußere Knochenschicht (Kortikalis) dünner als bei gesunden Knochen. Durch den Verlust an Knochensubstanz und die veränderte Mikroarchitektur wird der Knochen zunehmend instabil und anfällig für Brüche.

Folge: Die Knochen verlieren ihre Stabilität und das Risiko für Knochenbrüche steigt. Eine zunehmend gekrümmte Körperhaltung, der sogenannte Witwenbuckel, ist ein Anzeichen, dass bereits Wirbelknochen eingebrochen sind. Oft kann schon ein leichter Sturz zu langwierigen Frakturen wie einem Oberschenkelhalsbruch führen. Viele Patienten verlieren dann ihre Selbstständigkeit und werden schlimmstenfalls zum Pflegefall.

Warum erkranken überwiegend Frauen?

Die weiblichen Geschlechtshormone schützen vor Osteoporose, denn sie beeinflussen auch den Knochenstoffwechsel. Da die Produktion der Östrogene in den Wechseljahren nahezu eingestellt wird, geht dieser Schutz weitgehend verloren. Im Schnitt verlieren Frauen in den Wechseljahren so mehr als zehn Prozent ihrer Knochensubstanz. Hinzu kommt, dass die Knochen von Frauen von Natur aus schlanker sind als Männerknochen, das macht sie anfälliger für Brüche.

Allerdings erkranken nicht alle Frauen nach der Menopause an Osteoporose, weshalb noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Dazu zählen eine erbliche Veranlagung, Rauchen, zu wenig körperliche Bewegung oder Erkrankungen wie etwa chronische Magen-Darm-Leiden oder Diabetes. Auch die langfristige Einnahme von Kortison erhöht das Risiko.

Wie wird Osteoporose festgestellt und behandelt?

Die sicherste Methode, den Knochenabbau frühzeitig zu erkennen, ist die Knochendichtemessung mithilfe der DXAMethode. Bei diesem Röntgenverfahren wird der Mineralgehalt der Knochen an Hüfte und Lendenwirbelsäule bestimmt. Bei begründetem Verdacht auf Osteoporose übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Zur Behandlung gibt es Medikamente, die den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern. Auch eine spezielle Osteoporosegymnastik ist sinnvoll. Sie schult Koordination und Gleichgewichtssinn und beugt so Stürzen vor. Eine trainierte Muskulatur entlastet zudem die Wirbelsäule.

Wie kann ich vorbeugen?

Jeder hat es selbst in der Hand, seine Knochen möglichst lange gesund zu halten. Eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität spielen eine wichtige Rolle. Achten Sie zudem auf eine gute Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen. Kalzium ist Hauptbestandteil der Knochen und macht sie hart und stabil, Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme und unterstützt den Knochenaufbau. Auch Vitamin K ist am Knochenstoffwechsel beteiligt, insbesondere K2.

Bewegung schützt

Muskelreize stimulieren das Knochenwachstum, vergrößern den Knochendurchmesser und die Biegefestigkeit. Experten raten, 3 x pro Woche jeweils 30 Minuten aktiv zu werden. Als ideal gilt ein moderates Krafttraining. Wer bereits in jungen Jahren mit Sport vorsorgt, baut bis ins Erwachsenenalter deutlich mehr Knochenmasse auf als inaktive Menschen. Aber auch wer erst jetzt mit Sport beginnt, kann den Knochenabbau bremsen.

Knochengesunde Ernährung

Diese Mikronährstoffe sind für stabile Knochen besonders wichtig:

  • Kalzium: Steckt vor allem in Milchprodukten, harten Käsesorten sowie in grünem Gemüse und in Kräutern.
  • Vitamin D: Liefert fetter Seefisch (Lachs, Hering). Vor allem aber bildet es der Körper unter UV-Strahlung selbst. Ältere Menschen sind daher häufig unterversorgt. Auch in der dunklen Jahreszeit kann es zu einem Vitamin-D-Mangel kommen.

Wichtig auch: Meiden Sie Kalziumräuber wie zu viel Koffein, Alkohol, Salz und Phosphate (z. B. Wurstwaren, Softdrinks)!

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