Fit für die Schule
Bald ist es wieder so weit, nach den Sommerferien kommen die kleinen ABC-Schützen in die Schule. Wir haben sechs Tipps für einen gesunden Einstieg in diesen neuen und aufregenden Lebensabschnitt.
Nach der spielerischen Kindergartenzeit stehen für Abc-Schützen nun sitzen, konzentrieren und Hausaufgaben machen auf dem Programm – eine Herausforderung für Körper und Geist. So gelingt der Start:
1. Ausgeschlafen starten
In den ersten Schultagen müssen Kinder viele neue Eindrücke verarbeiten. Ein gesunder Schlaf ist hierfür besonders wichtig. Um ausgeruht und konzentriert in den Tag zu starten, brauchen Kinder im Grundschulalter etwa zehn bis elf Stunden Schlaf pro Nacht. Achten Sie auf eine feste Zubettgehzeit und erleichtern Sie dem Kind das Einschlafen durch ein abendliches Ritual, wie zum Beispiel Vorlesen.
2. Besser zu Fuß
Das Elterntaxi bis vor den Schulhof spart zwar Zeit und ist sicher. Doch sofern es möglich ist und der Schulweg nicht zu kompliziert ist (z. B. keine Gehwege, unübersichtliche Kreuzungen), sollte das Kind zu Fuß zur Schule gehen. Auf dem Schulweg knüpfen die Kleinen bereits wichtige soziale Kontakte und nehmen eigenständig am Schulleben und Verkehr teil. Das gibt ihnen Sicherheit und stärkt das Selbstbewusstsein. Gehen Sie den Schulweg mehrmals gemeinsam mit dem Kind ab. Mit dem Fahrrad sollten Erstklässler noch nicht zur Schule fahren.
3. Bewegung tut gut
Der Fußmarsch (bis zwei Kilometer sind okay) hat noch einen weiteren Vorteil: Die Kinder bewegen sich und kommen erfrischt in der Schule an. Das fördert die Konzentrationsfähigkeit und wirkt sich positiv auf die Schulleistungen aus. So werden durch Bewegung u. a. die die motorischen Zentren des Gehirns aktiviert, die eine wesentliche Rolle dabei spielen, wie Informationen verarbeitet und gespeichert werden. Bewegungsmangel begünstigt hingegen zahlreiche Gesundheitsstörungen wie Übergewicht und Diabetes.
4. Den Rücken schonen
Zu viel schleppen sollten die Kids auf dem Schulweg allerdings nicht. Faustregel: Das Gewicht des Schulranzens sollte nicht mehr als 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes betragen. Wiegt das Kind z. B. 30 Kilogramm, sollte der gepackte Tornister höchstens 4,5 Kilogramm schwer sein. Um Haltungsschäden zu vermeiden, sollte der Ranzen nicht zu tief und keinesfalls über nur einer Schulter getragen werden. Beim Packen gilt: Schwere Sachen körpernah in den Innenfächern des Ranzens verstauen.
5. Gesunde Pausensnacks
Brotdose und Trinkflasche sollten ABC-Schützen allerdings dabeihaben. Das Toast mit Schokoaufstrich mag hier ganz oben auf der Wunschliste stehen, doch Süßes hält nicht lange satt und lässt den Blutzuckerspiegel nach einem kurzen Hoch rasch abfallen – Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge. Wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe liefert z. B. ein Körnerbrot mit gekochtem Schinken, Salat und Käse, dazu ein Stück Gurke oder Paprika. Auch eine Banane, Nüsse oder ein kleiner Joghurt spenden Power. Sorgen Sie regelmäßig für Abwechslung beim Pausenbrot.
6. Nur keinen Stress
Was das Lernen anbetrifft, sollten Eltern in der ersten Zeit möglichst gelassen bleiben und keinen Druck ausüben. Das nimmt den Kindern sonst nur die Freude an der Schule. Niemand erwartet, dass das Kind bei der Einschulung bereits das Einmaleins beherrscht. In der Schule wird das Rechnen heute ohnehin anders gelernt als früher. Mit alten Methoden aus der eigenen Kindheit verwirrt man die Kleinen nur zusätzlich. Und: Ist ein Kind den anderen zu weit voraus, kann es sich schnell langweilen. Besser: das Kind spielerisch fördern, z. B. indem man ihm regelmäßig vorliest. Denken Sie daran: Kinder wollen lernen – bewahren Sie ihnen diese Neugier und vertrauen Sie Ihrem Kind!
Untersuchung zur Einschulung
Jedes Kind wird vor seiner Einschulung – meist schulärztlich – untersucht. Hierbei soll festgestellt werden, ob ein Kind schulreif ist oder in bestimmten Bereichen besondere Förderung und Unterstützung benötigt. Die kostenlose Schuleingangsuntersuchung ist in allen Bundesländern verpflichtend. Die Untersuchung ersetzt jedoch nicht die wichtige Früherkennungsuntersuchung U9 in der Kinderarztpraxis. Diese dient primär der Früherkennung und Behandlung von Krankheiten und Entwicklungsauffälligkeiten.
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